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Pflanze des Monats September
 

Brauchst du Kraft und Stärke
dann hol mich in deinen Garten
mit meinen violetten Blütenköpfen
verschenke ich Nahrung für viele Geschöpfe

 

 

Succisa pratensis
Abbisskraut, Teufelsabbiss
Caprifoliaceae
 

blauviolett
Juli – September
60 – 100 cm
mehrjährig
sonnig | halbschattig
Standort: Wiese | Feuchte und wechselfeuchte Standorte | Beet und Balkon
Feuchtigkeit: frisch | feucht | feucht/trocken
Nährstoffgehalt: eher nährstoffarm | mässig nährstoffreich | eher nährstoffreich


Der Teufelsabbiss oder Abbisskraut, hat seinen Namen aufgrund seines Wurzelstocks, der unten allmählich abstirbt und so aussieht, als ob er abgebissen sei. Der Sage nach soll ihn der Teufel, aus Zorn gegen die Heilkräfte dieser Pflanze, abgebissen haben. So entstand auch der Aberglaube, diese Pflanze schütze vor böser Zauberei. Die Succisa pratensis ist eine alte Arzneipflanze, die für Bronchitis, Nierenschwäche und Blutreinigung schon im 15. Jh. verwendet wurde. Heute wird sie vor allem in der Homöopathie bei chronischen Hautleiden und Ekzemen angewendet.

Von kollin bis in die subalpine Höhenstufe kommt der Teufelsabbiss in eher mageren Moorwiesen und wechselfeuchten Pfeifengraswiesen vor. Leider sind diese wertvollen Lebensräume wegen der wachsenden Kulturlandschaft selten geworden. Der Teufelsabbiss liebt es, seine Füsse in der feuchten Kühle zu haben, verträgt jedoch ohne weiteres trockene Zeiten. 

Die im Spätsommer blauviolett gefärbten Blütenköpfe sind ein echter Knaller, für unser Auge, sowie auch für Insekten. Sie sind sehr wertvolle Nektarspender für viele selten gewordene Schmetterlinge wie zum Beispiel das Grosse Ochsenauge - ein Edelfalter, der bis Mitte September fliegt und daher froh ist um diese späte Futterquelle. 

Im Garten ist der anpassungsfähige Teufelsabbiss eine willkommene Ergänzung in einer sonnig-halbschattigen Rabatte mit nährstoffarmem, humosem bis lehmigem Boden. Er versamt sich angenehm und kann so gut Lücken füllen. Wohl ist es ihm mit anderen Vertretern seines Lebensraumes wie zum Beispiel Kantiger Lauch, Gemeiner Frauenmantel, Wilder Bertram, Knollige Kratzdistel, Silge, Sumpf-Haarstrang oder Heil-Ziest. Auch ist er gut geeignet für Töpfe auf dem Balkon oder der Terrasse.